Immo-Tipp 4:
Wozu eine öffentliche Beurkundung?

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Die öffentliche Beurkundung des Kaufvertrages für ein Grundstück ist aus mehreren Gründen wichtig: Schutz der Parteien vor Übereilung, wahrheitsgetreue und unverfälschte Wiedergabe des Parteiwillens sowie Schutz von Dritten.

Zuständig für die Beurkundung sind das Notariat und das Grundbuchamt. Je nach Kanton ist die Ausgestaltung des Notariatswesens unterschiedlich. Einige Kantone kennen private Notare (z.B. Graubünden, Zug), in anderen Kantonen sind Amtsnotariate zuständig. Im Kanton Zürich werden das Notariat und das Grundbuchamt von der gleichen Amtsstelle geführt. Zuständig ist jeweils das Notariat am Ort des Grundstückes.

Nicht nur die Ausgestaltung des Notariatswesens sind von Kanton zu Kanton unterschiedlich, sondern auch die damit verbundenen Kosten. Im Kanton Zürich wird die Gebühr auf Basis des beurkundeten Kaufpreises berechnet.

Die Beurkundungsgebühr des Notariates beträgt 0.1% des Kaufpreises und ist mehrwertsteuerpflichtig. Die Handänderungsgebühren des Grundbuchamtes betragen 0.15% (keine Mehrwertsteuer). Seit dem 1. Januar 2005 werden im Kanton Zürich keine Handänderungssteuern mehr erhoben. Andere Kantone kennen die Handänderungssteuer noch immer. So beträgt diese beispielsweise im Kanton Graubünden je nach Gemeinde bis zu 2% des Kaufpreises.

Beispiel Gebührenberechnung im Kanton Zürich bei einem Kaufpreis von 1 Mio. Franken:


Beurkundungsgebühren:
1‘000.- + 80.- MwSt.

Handänderungsgebühren:
1‘500.-

Total Gebühren:
2‘580.-



Es ist Usanz, die Gebühren zwischen Käufer und Verkäufer hälftig zu teilen. Diese Regelung wird im Kaufvertrag festgehalten. Bei Fragen ist es empfehlenswert, sich mit einem Mitglied der Schweizerischen Maklerkammer, dem Verbund der geprüften Immobilien-Experten, in Verbindung zu setzen. Eine Liste der Mitglieder findet man unter www.maklerkammer.ch